Über das Glück

Zypern

 

Ziele

Während der vergangenen Tage kam ich etwas vom Weg ab, über ein glückliches Leben an sich nachzudenken, bzw. zu schreiben. Und ich fürchte, dass ich auch in Zukunft – mit der Ein- bzw. Rückkehr des (beruflichen) Alltags – nicht immer oder mehr unter erschwerten Bedingungen die Gelegenheit und Ruhe finden werde, wie mir dies im Urlaub möglich war.

Momentan jedoch habe ich etwas Zeit. Und diese Zeit möchte ich nutzen, über die Ziele nachzudenken, die zu einem glücklichen Leben ihren Beitrag leisten werden? – Denn dies dürfte klar sein: Das Glück wird nicht vom Himmel fallen. Ein glückliches Leben, der Weg dorthin,  erfordert tätigSein. a) Ziele, b) die Wahl der Mittel, der Methoden, c) zu einem gewissen Teil Planung.

Eine Frage lautet: Wofür wird es sich die folgenden Monate zu leben gelohnt haben? Die zweite: Wofür jeden Tag?

Die drei Säulen in meinem Leben:

Ich – Familie – Beruf

Wichtig: Alles zu seiner Zeit! Nicht alles zu einer Zeit!

Ich wünsche mir für mich: einen gesunden, zufriedenstellenden Alltag. – parts: Freiheit, Energiehaushalt, Zufriedenheit, Harmonie.

Familie: Gesundheit, Gemeinsamkeit, Freude, Spaß, ein harmonisches Zusammenleben, Ausflüge. – parts: Geborgenheit, Kontakt, Lebensfreude, Zufriedenheit, Harmonie, Solidarität, Mitmenschlichkeit.

Beruf: möglichst stressfrei die geforderten Aufgaben zu bewältigen, ohne dass die Gesundheit oder die Familie unverhältnismäßig leiden. – parts: Sicherheit, Energiehaushalt, Motivation, Kontakt, Progression.

Das Motto: Weniger ist mehr!

Ein tätigSein mit Ruhe und Aufmerksamkeit sorgt für Abwechslung, einen ausgeglichenen Energiehaushalt und Erfolg – im Kleinen wie im Großen.

Gesundheit: Wichtig sind genügend Schlaf, eine vernünftige Ernährung, regelmäßige Bewegung, Entspannung.

Wohnung: Für mein Wohlbefinden bevorzuge ich eine ordentliche, aufgeräumte Wohnung. Zu dieser Ordnung trägt das regelmäßige Ausmisten ungenutzter Güter bei. Die Wohnung sollte ein Refugium sein: ein Ort des Rückzugs, der Stille und Erholung.

Freizeit: Unzählige Hobbys sorgen für einen Ausgleich in der Seele. Goods wie Lesen, Schreiben, das Musikhören, Musizieren, Tanzen, Spazierengehen oder Fahrradfahren, Sport und Bewegung, Surfen oder Segeln, Minigolf, Tischtennis, der Besuch der Therme, eines Kinos, das Fernsehen … Ausflüge – all dieses tätigSein sollte sich an den zufrieden zu stellenden Bedürfnissen, den parts, orientieren, wie z. B. Freiheit, Lebensfreude, Kontakt, Progression, Lebenssinn, Zufriedenheit, Harmonie, Motivation, Anerkennung, Spiritualität, Kreativität, Selbstwert. Goods sollten jedoch keine übermäßige Belastung darstellen, keine goodbads. Goods dienen der Zerstreuung in selbstVergessenheit.

Freunde: Freundschaften innerhalb wie auch außerhalb der Familie pflegen. – parts: Kontakt, Lebensfreude, Zufriedenheit, Solidarität, Mitmenschlichkeit …

Urlaub: eine schöne Weihnachtszeit, ein Mal an die Nord- oder Ostsee, ans Mittelmeer. – parts: Freiheit, Geborgenheit, Kontakt, Lebensfreude, Progression, Zufriedenheit, Harmonie, Energiehaushalt, Kreativität.

Diese Auflistung ist wie die der Persönlichkeitsanteile nicht abschließend. Sie ist beispielhaft. Und würde jeder Mensch für sich eine Liste mit seinen Wünschen, seinen Zielen und Methoden, einen Zeitplan erstellen, würden diese allesamt sehr unterschiedlich – subjektiv ausfallen.

Auffallend ist der hohe Anteil der zufriedenstellenden Persönlichkeitsanteile bei den Punkten Familie, Freizeit, Freunde, Urlaub.

Ich stelle fest: Das Alter bringt gewisse Vorteile. Auf meiner Liste stehen keine materiellen Güter wie ein Haus, eine Jacht, ein Sportwagen, Luxusgüter … Selbstverständlich hat das Geld einen gewissen Anteil am Glück. Die immateriellen Wünsche aber, die zufrieden zu stellenden parts  wie z. B. Freiheit, Geborgenheit,  Kontakt, Lebensfreude, Progression, Zufriedenheit, Harmonie, Energiehaushalt,  Kreativität … überwiegen.

Darüber hinaus noch einmal der Hinweis: für manche goods ist ein tätigSein notwendig. Manch von mir ungeliebte Notwendigkeiten – badgoods – wie z. B. Sport und Haushalt, das Einkaufen, Reparaturen, werden aus meinem Alltag nicht wegzudenken sein. Die Wahl der Mittel, die Methoden für das Erreichen der Ziele, das Gelingen, sind: die possibilities.

moods a.m.: gut.
goods: Ruhe, Ausgeglichenheit, Schreiben, Therme.
badgoods: Haushalt – tägliche Erledigungen, Sport, Einkaufen, Fahrzeugpflege.
bads:
possibilities: Ich vergegenwärtige mir die Notwendigkeit eines positiven Umgangs mit den badgoods, die ihren Beitrag zum Gelingen eines glücklichen Lebens leisten.
parts: Zufriedenheit, Kreativität, Energiehaushalt …

Das Schreiben dieses Blogs soll die Entwicklung meiner Ziele begleiten. Ausgerüstet mit einem Thinkpad und Smartphone befinde ich mich in der Lage, zu jeder Zeit an jedem Ort zu schreiben. Das ist good.

Die Ziellinie: der nächste Jahresurlaub 2018.

Wünscht mir Glück!

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Norderstedt, Freitag, 6. Oktober 2017

Über das Glück

Herbst

 

Geduld

Ein wichtiger Aspekt, ein glückliches Leben zu führen, ist: sich nicht unter Druck zu setzen oder unter Druck setzen zu lassen, sondern statt dessen selbstbestimmt über die verbleibende Zeit zu verfügen. Selbstverantwortet eine begründete Wahl zu treffen. Ja oder Nein. Geduld zu entwickeln. Freiheit schwingt sich weithoch auf.

moods a.m.: durchwachsen bis okay, etwas getrieben, unruhig, rastlos.
goods: etwas Freizeit, Therme, Zeit zum Schreiben.
badgoods: tägliche Erledigungen, Haushalt.
bads: etwas Zeitnot, letzter Urlaubstag.
parts: Lebensfreude, Energiehaushalt …

Meine Vorhersagen treten natürlich ein:

Heute ist mein letzter Urlaubstag. Ob ich mich auf die Arbeit freue? Meine Freude hält sich in Grenzen.

Mit der Rückkehr der täglich notwendigen Erledigungen in meinen Alltag – den badgoods – bleibt mir ganz selbstverständlich weniger Zeit, mich in eine Ecke zurückzuziehen, um meine Gedanken zu sammeln und in Ruhe zu schreiben. Da also die ersten Ereignisse, Notwendigkeiten, bereits nach wenigen Tagen ihre Schatten werfen, werde ich Geduld entwickeln müssen und mich nicht selbst unter Druck setzen dürfen.

Ob ich das Tempo, jeden Tag einen Beitrag zu veröffentlichen, beibehalten können werde, das weiß ich nicht mit Bestimmtheit. Letztendlich besteht das Ziel darin, ein glückliches Leben zu führen. Das kann nicht bedeuten, den Alltag in Unruhe, rastlos und getrieben zu verbringen, sondern auf dem Weg dorthin sich auch in Geduld oder im Müßiggang zu üben.

Aus diesem Grund an dieser Stelle der Hinweis: Möglicherweise werde ich die nächsten Tage keinen Beitrag veröffentlichen können. Aber Ihr könnt euch sicher sein: Ich werde nicht untätig sein! Ich habe die Beiträge aus dem Urlaub noch zu sichern, die Fotogalerie zu erweitern und möglicherweise auch einen Satz für das Essay zu formulieren. Denn: Die Theorie betreffend, ein glückliches Leben zu führen, bin ich etwas abseits des Weges gelandet. Vielleicht aber auch nicht?

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Norderstedt, Sonntag, 1. Oktober 2017