Über das Glück – das Glück im Großen

Glück - goodparts

 

das Glück im Großen

Ohne das Glück im Kleinen ist das Glück im Großen nicht möglich.

Das Glück im Kleinen besteht in der Bedürfnisbefriedigung einzelner Persönlichkeitsteile, der individuellen sowie sozialen goodparts. Dies gelingt auf ganz unterschiedliche Weise. Hier gilt das Motto: Wer sich das Glück wünscht, muss zu ständiger Veränderung bereit sein.

Das Stimmungsbarometer, meine moods,  signalisieren mir mein Gelingen, bzw. Misslingen. Alltägliche Verrichtungen in Übereinstimmung mit meinen Bedürfnissen brauchen keine Aufmerksamkeit. Selbstwirksamkeit verlangt nicht nach Anerkennung.

Folge ich der perfektionistischen Einschränkung: Grundsätzlich geht es mir gut, aber …, wäre das Glück im Großen möglicherweise aus der Perspektive der Bedürfnisbefriedigung aller goodparts denkbar. Vorsicht! Hier droht das Scheitern! Hier begegne ich einem nicht zu denkenden, zu Lebzeiten nicht zu erfüllenden Moment: der Unmöglichkeit.

Um am Unglück der Unmöglichkeit nicht zu verzweifeln, dem Misslingen, empfiehlt sich der Pfad der Genügsamkeit, der Bescheidenheit: der Dankbarkeit für das Gelingen, für die Bedürfnisbefriedigung einzelner individueller und/oder sozialer goodparts.

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Norderstedt, Freitag, 24. November 2017

Über das Glück – SelbstSeinWollen

SelbstSeinWollen

 

SelbstSeinWollen

Vor wenigen Tagen durchforstete ich mein Bildmaterial. Dabei stieß ich auf die Abbildung SelbstSeinWollen aus dem Gästebuch des Café Comunità.

Ich dachte: Mit dem SelbstSeinWollen verhält es sich wie mit dem Glück oder der Liebe. Wer meinen Blog verfolgt, der ahnt inzwischen, was ich sagen möchte: Weder das Glück, die Liebe, noch das SelbstSeinWollen – keiner dieser Begriffe lässt sich in wenige Worte fassen oder auf eine kurze Formel reduzieren.

Ebenso wie das Glück auf verschiedene Weise gelingt, erfordert das SelbstSeinWollen mehr als nur eine einzelne Tat. Der Lebenskünstler, der danach verlangt, sein Leben wie ein Kunstwerk zu begreifen, zu gestalten, steht nicht vor einer sondern vor einigen großen und auch kleinen Aufgaben.

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Norderstedt, Mittwoch, 22. November 2017

Glückstagebuch – “Turangalila” – Freude – Bewältigungsstrategie – Tradition

 

“Turangalila” – Freude – Bewältigungsstrategie – Tradition

Stimmungsbarometer:

moods gestern Morgen: bedrückt, enttäuscht.
bads: Erkältung.
badparts: Krankheit.
possibilities: Gleichmut, Gelassenheit, Ablenkung.

Das Ballett “Turangalila” in der Hamburgischen Staatsoper musste gestern wegen Krankheit leider ausfallen, bzw. verschoben werden. Ich habe einen Schnupfen, den ich meinem “Sitznachbarn” während der Aufführung nicht zumuten wollte. Aus diesem Grund besuchte ich die Vorstellung nicht. Ich war hierüber nicht erfreut. Zunächst war ich wütend, sauer. Aber: Hätte die Wut etwas geändert?

Ich beugte mich meinem Schicksal. Ich war zwar enttäuscht – zumal ich mich auf den Abend wirklich sehr gefreut hatte -, fragte mich aber auch: Über welche Möglichkeiten, possibilities, verfüge ich, die mir zur Verfügung stehenden Stunden im Einklang mit meinen Wünschen sinnvoll zu nutzen?

Stimmungsbarometer:

moods gestern Nachmittag: erwartungsvoll, entschlussfreudig.
bads: Erkältung.
badparts: Krankheit.
possibilities: Medikamente, Ablenkung.

Anstatt mich zum Opfer meines Trübsinns zu erklären, entschied ich, die Vorweihnachtszeit einzuläuten. Einen zweiten Termin für einen Ballettbesuch würde sich finden lassen. Ich legte eine Liste an mit den Weihnachtsgeschenken, die ich zu verschenken beabsichtige. Ich entschied mich für den Spaß. Um den klammernden Griff des Alltags etwas zu lockern, kommt mir die Vorweihnachtszeit sehr gelegen.

Drei Stichworte fallen mir in diesem Zusammenhang ein. Drei Aspekte, die zu einem glücklichen Leben ihren Beitrag leisten:

Freude – Bewältigungsstrategie – Tradition

Den Alltag an der Freude auszurichten, ist ein guter innerer Kompass. – “Spaß lenkt ab!” Etwa so könnte ein Vorwurf lauten. – Spaß sorgt jedoch unumstößlich für die Bedürfnisbefriedigung einiger individueller goodparts, das Glück im Großen außer acht lassend.

Bewältigungsstrategien, possibilities, stellen Lösungen bereit, die nicht ungehemmt emotionalen Impulsen ihren freien Lauf lassen, sondern die das sachgemäße Handeln lenken, dem eine kontrollierende Leistung des eigenen Verstandes vorweg geht. Frustrationstoleranz und Impulskontrolle sind in diesem Zusammenhang ein steter Begleiter.

Traditionen geben Halt. Ob Ostern, Pfingsten oder Weihnachten. Ob ich nun will oder nicht: Die christlichen Feiertage sind im kollektiven Bewusstsein vieler fest verankert. Überraschend denke ich in diesem Zusammenhang auch an den Totensonntag, das Erinnern an die gemeinsame Zeit mit meinen Großeltern. Menschen, die meinen Alltag begleiteten. Erwachsene, die mir als wissende Begleiter über die ein oder andere Hürde auf meinem Weg in ein selbstbestimmtes Leben eine Hilfe waren. Die für Freude sorgten und auch für Trost.

Ich will sagen: Innerhalb einer individualisierten Gesellschaft stiften Traditionen beizeiten den notwendigen Halt, nicht in Gänze zu entwurzeln und sich im schier grenzenlosen Ozean multioptionaler Lebensweisen zu verlieren. Die gemeinsame Freude, der Spaß, sorgen über die individuellen goodparts hinaus für die Bedürfnisbefriedigung sozialer goodparts. Sie sorgen für Geborgenheit, Solidarität, Mitmenschlichkeit, Kontakt.

Erwartungsvoll richte ich meinen Blick auf die nächsten Wochen. Ich wünsche mir: Die Vorweihnachtszeit möge mir viel Freude bereiten.

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Norderstedt, Freitag, 17. November 2017