Ausflug in Stille

Ausflug in Stille


Mein Blick in den Sternenhimmel ruft mich in die Welt zurück. Mein Verlieren in der Unendlichkeit weckt die Erinnerung. Das Weltatem wehende All gemahnt mich meiner Endlichkeit. 

Meine Sterblichkeit vor Augen werde ich mir meiner Einzigartigkeit gewahr, rufe ich mir ins Bewusstsein zurück, dem Leben mit Dankbarkeit zu begegnen, ermahne ich mich zu Bescheidenheit und Demut.

Allgemein anerkannte, althergebrachte unerschütterliche Grundsätze in Frage zu stellen, geschieht in Stille. Stille denkt die Welt neu.

Stille ist nicht Nichts. Stille weckt das Staunen, die Bewunderung für das, das da ist. Die brachliegende Weite ist Herberge des Sehnens, die Welt neu zu denken. 

Gleichschalterei versperrt den Zugang zur Toleranz. Vorurteile halten das Denken eng umschlungen. Das lärmend Getös bietet kaum Raum für Stille.

Anstatt die Unterschiedlichkeit zu schätzen, der Vielfalt mit Staunen zu begegnen, mangelt es zunehmend am Gespür für Individualität, Andersartigkeit, fürchten wir uns. 

Müssen wir von Neuem lernen zu unterscheiden? Und frage ich Wir, meine ich nicht eigentlich Ich?

Foto: Erwin Altmeier – www.erwinaltmeier.com

www.eudämonis.de

Norderstedt, Freitag, 19. Juli 2019

Das urbane Wandern

Japanischer Garten, Wandelgarten, Planten un Blomen


Als ich in Hamburg lebte, gehörten regelmäßige Spaziergänge zu meinem Alltag. Ich lief die Elbe entlang vom Baumwall bis Teufelsbrück, bis Blankenese, und fuhr mit der S-Bahn zurück bis zum Bahnhof Stadthausbrücke. Ich durchquerte den Alten Botanischen Garten, die Wallanlagen, Planten un Blomen, den Jenischpark. Ich lief durch das Alstervorland oder erkundete die Hafencity. Ich behaupte, mich in der Innenstadt von Hamburg gut auszukennen. Ebenso kenne ich Altona, Eimsbüttel oder Winterhude, St. Pauli, St. Georg oder die Neustadt. Hamburg war meine Wahlheimat. Nicht ohne Grund nimmt die Perspektive meiner Romane Maß inmitten dieses urbanen Umfelds.
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Cluburlaub Rhodos – Plimmiri

Cluburlaub Plimmiri


Fortsetzung

Die Stimmung ist gut. Hervorragend. Was also trägt zum Gelingen bei? – Eine oberflächliche Betrachtung, eine private Einsicht:

Meine gelingenden ersten Tage begann ich kurz nach dem Aufstehen mit Morgengymnastik. Es folgten das Frühstück, Wassergymnastik und der Schwimmunterricht meiner Tochter. Bewegung, gutes Essen, Spaß. Nach einer Mittagspause folgte die zweite Einheit Schwimmunterricht mit anschließendem Plantschen, Inswasserspringen und Rutschen. Vor dem Abendessen entspannte ich auf der Terrasse. Zufrieden ließ ich die Minuten an mir vorüberziehen, genoss im Schatten die Kühle, meinen Blick auf die Olivenbäume und in den strahlend blauen Himmel gerichtet. Wunderbar. Nichts Großes, dafür genügsam. „Cluburlaub Rhodos – Plimmiri“ weiterlesen