Cluburlaub Rhodos – Plimmiri

Cluburlaub Plimmiri


Fortsetzung

Die Stimmung ist gut. Hervorragend. Was also trägt zum Gelingen bei? – Eine oberflächliche Betrachtung, eine private Einsicht:

Meine gelingenden ersten Tage begann ich kurz nach dem Aufstehen mit Morgengymnastik. Es folgten das Frühstück, Wassergymnastik und der Schwimmunterricht meiner Tochter. Bewegung, gutes Essen, Spaß. Nach einer Mittagspause folgte die zweite Einheit Schwimmunterricht mit anschließendem Plantschen, Inswasserspringen und Rutschen. Vor dem Abendessen entspannte ich auf der Terrasse. Zufrieden ließ ich die Minuten an mir vorüberziehen, genoss im Schatten die Kühle, meinen Blick auf die Olivenbäume und in den strahlend blauen Himmel gerichtet. Wunderbar. Nichts Großes, dafür genügsam. „Cluburlaub Rhodos – Plimmiri“ weiterlesen

Glückstagebuch – Ziele

Norderstedt

Der Grosse Trip – Wild

Vor einigen Wochen sah ich den Film “Der Grosse Trip – Wild”. Wie viele andere Filme verstaute ich diesen in der Kategorie Großartig.

Der Film schildert den Ausstieg einer jungen Frau aus ihrem in vielen Teilen schwierig verlaufenden Leben. Sie machte einen Schnitt, indem sie auf Wanderschaft ging und die zweitausend Kilometer vom Pacific Crest Trail bezwang. Damit verwirklichte sie sich einen ihrer größten Wünsche.

Das Fazit für mich: Die verbleibende Zeit zu nutzen, meine Wünsche zu verwirklichen.

Welche Wünsche aber habe ich, mein Leben wahrhaft mit Sinn zu füllen? Welche zu realisierenden Ziele? Keine Hirngespinste, keine Traumtänzereien.

Ziele

Zunächst dachte ich auch an eine Wanderung. Fünf Tage im Harz. 15 – 20 Kilometer pro Tag. Viele Stunden im Wald, frische Luft, allein mit mir und meinen Gedanken. Wenig später fielen mir viele Reiseziele ein: Kalkutta, Varanasi, Myanmar, der Himalaya, Nepal, Japan. Natürlich die USA, Kalifornien, Kanada. Afrika: Namibia. Norwegen, Schweden, St. Petersburg, Samarkand, Australien, Neuseeland … Die Liste ist lang und wird kein Ende finden.

Zu meinem Glück war ich bereits auf Reisen. Ich habe eine Menge erlebt. Ob Europa oder Südostasien, Rom, Paris oder Lissabon … New York … Mein Bedürfnis diesbezüglich drängt mich nicht so sehr.

Welche Ziele oder Wünsche aber habe ich darüber hinaus?

Gesundheit natürlich. Für meine Familie und mich. Frieden. Harmonie. Einen guten Job. Genügend Geld. Zeit für mich. Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden. Fröhlichkeit, Gemeinsamkeit.

Wünsche ich mir denn kein großes Auto? Keine Villa? Keine Jacht oder Schmuck im Wert von einigen Millionen?

Vielleicht? Im Stillen. Ganz heimlich. – Nein! Es bleibt dabei.

Zunächst wünsche ich mir einen friedlichen, ausgeglichenen Alltag im Einklang mit mir. Unternehmungen, Ausflüge. Ich würde gerne wieder Violine in einem Orchester spielen. Fotos und Videos bearbeiten, Briefmarken sortieren oder Grußkarten in der Weihnachtszeit verschicken … Die Feiertage geniessen. Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Ins Kino gehen, am Ostseestrand in der Sonne faulenzen oder grillen. Mein Leben genießen.

Die Zeit ist knapp. Meine Wünsche gilt es gut zu sortieren.

In jungen Jahren lebte ich mit der Überzeugung, über genügend Zeit zu verfügen. Die kommenden Jahre breiteten sich lang und weit aus, als hielten sie die Zeit zur Verwirklichung meiner Wünsche schier endlos bereit. Eile war nicht geboten. Inzwischen jedoch breitet sich in mir mehr und mehr das Bewusstsein aus, dass mir die Zeit davon läuft und nicht unendlich zur Verfügung steht, dass ich Sorge dafür zu tragen habe, meine Ziele besser zu organisieren und Unnützes aus dem Alltag zu verbannen.

Nachdem ich aus Bad Tölz zurückgekehrt war, nutzte ich die darauffolgenden Tage, meinen Alltag zu entrümpeln, zu entschleunigen. Ich konzentrierte mich auf das Wesentliche: genügend Schlaf, gutes Essen, Bewegung, Arbeit. Ich kümmerte mich um Organisatorisches, badgoods, mistete aus, meine Schränke, den Keller, warf alte Kleidung in den Müll und entsorgte den Sperrmüll auf dem Recyclinghof.

Momentan bereite ich mich auf meine neue Verwendung vor, die mir inhaltlich einiges abverlangen wird. Auf private, kreative Ausflüge werde ich für eine Weile verzichten müssen. Und da für mich nicht absehbar ist, wie viel Zeit meine neue Beschäftigung in Anspruch nehmen wird, wird auch meine Arbeit an diesem Blog für eine gewisse Zeit ruhen müssen. Zu diesem Opfer aber bin ich bereit, wünsche mir jedoch zugleich, schon bald neue Beiträge verfassen zu können. Denn das Projekt, unter welchen Bedingungen ein glückliches Leben zu führen gelingt, hat bei Weitem noch nicht die Ergebnisse erzielt, die ich mir zu Beginn meiner Arbeit erhoffte.

Es bleibt also spannend. Und oftmals haben wir auch keinen wirklichen Einfluss auf den Verlauf mancher Ereignisse, würde die Unberechenbarkeit des Zufalls hierzu nicht seinen eigenen kleinen aber nicht unwesentlichen Beitrag leisten.

Geplant ist die Arbeit an diesem Blog bis Ostern. Bis dahin beabsichtige ich noch den ein oder anderen Artikel auf den Weg zu bringen. Bleibt also bis dahin dabei!

http://eudämonis.de/index.html

Norderstedt, Freitag, 23. Februar 2018