Karl R. Popper – Erkenntnis

Erkenntnis - Vermutungswissen


Das Ziel des Wissens besteht in dem Streben nach der einen, wahren Theorie. Der Philosoph Karl R. Popper vertritt die These, dass es sich bei all unserem Wissen um fehlbares Wissen handle, um ungesichertes Vermutungswissen, das auf gewonnenen Erfahrungen beruhe. Naturwissenschaftliche Theorien und Gesetze seien lediglich Hypothesen, vorläufige Annahmen, keine endgültig gesicherten Wahrheiten. Die Erkenntnis sei allenfalls imstande, sich der Wahrheit zu nähern.

Rationalität besteht demnach in der nicht endenden Korrektur unserer Überzeugungen. Die Tüchtigkeit einer Hypothese zeigt sich, in dem Maße, in dem diese einer öffentlichen und freien Kritik standhält. Jene Beiträge, die einer Überprüfung durch die Gemeinschaft nicht standhalten, werden fortschreitend im Verlauf des Erkenntnisprozesses beseitigt.

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Norderstedt, Freitag, 08. August 2019

Stille – die Wende

Stille - die Wende


Fortsetzung

Die Wende: die Existenz im Chaos, in der Unbestimmtheit zu verorten. Dort ist der Beginn. Nicht etwa im Nichts, wie manche Mythologie weiszusagen bemüht ist. Nein. Das Dasein nimmt seinen Beginn inmitten der Vielfalt unserer Gesellschaft. Inmitten des Pluralismus, der Unterschiedlichkeit und dem Angebot unendlich vieler Möglichkeiten zu wählen, der Multioption. Tendenz steigend. Ebenso fängt die Absicht, einen Neubeginn zu wagen, niemals bei Null an, sondern immer inmitten von Allem. „Stille – die Wende“ weiterlesen

Stille – ein Geschwätz

Stille - ein Geschwätz


Heute einige persönliche Worte, Eindrücke, ein innerer Monolog meiner Wahrnehmung, niedergeschrieben, wie die Kuh Milch gibt. 

Ich schwatze: “Kaum etwas ist dem Menschen, dem Individuum (…) mehr zu eigen als seine Unterschiedlichkeit”, schrieb ich 2017 in Lena van de Velde. – Trotz dieser Überzeugung ertappe ich mich regelmäßig dabei zu kategorisieren, über Mitmenschen wider ihrer Unendlichkeit, ihrer nie in Gänze zu beschreibenden Persönlichkeit zu urteilen, sie zu verurteilen. 

Mein Leben, meine Erinnerungen, unzählige Episoden, aneinandergereiht, eingebettet in meine Entwicklung, meine ganz eigene Geschichte unter dem Einfluss meiner Mitmenschen, meinem häuslichen, schulischen, beruflichen Umfeld. Unzählige Gedanken, Abwägungen, Beurteilungen. Und nicht nur das. Neuronale Netzwerke werden – wie inzwischen erforscht wurde – über bis zu drei Generationen vererbt. Traumata, Ängste, Nöte, die nicht meine sind. Wie in Stein gemeißelt, nehmen diese Einfluss auf mein Leben, führen zu einem mir nicht nachvollziehbaren Verhalten. Es mangelt an Erklärung. Die Erkenntnisse zur Epigenetik lassen einige Theorien einstürzen. „Stille – ein Geschwätz“ weiterlesen