Karl R. Popper – Erkenntnis


Das Ziel des Wissens besteht in dem Streben nach der einen, wahren Theorie. Der Philosoph Karl R. Popper vertritt die These, dass es sich bei all unserem Wissen um fehlbares Wissen handle, um ungesichertes Vermutungswissen, das auf gewonnenen Erfahrungen beruhe. Naturwissenschaftliche Theorien und Gesetze seien lediglich Hypothesen, vorläufige Annahmen, keine endgültig gesicherten Wahrheiten. Die Erkenntnis sei allenfalls imstande, sich der Wahrheit zu nähern.

Rationalität besteht demnach in der nicht endenden Korrektur unserer Überzeugungen. Die Tüchtigkeit einer Hypothese zeigt sich, in dem Maße, in dem diese einer öffentlichen und freien Kritik standhält. Jene Beiträge, die einer Überprüfung durch die Gemeinschaft nicht standhalten, werden fortschreitend im Verlauf des Erkenntnisprozesses beseitigt.

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Norderstedt, Freitag, 08. August 2019