Über das Glück – Offenheit

Buddhastatue, Bangkok, Thailand

Eine wichtige Voraussetzung, ein glückliches Leben zu führen, besteht darin, sich seine Offenheit und Aufgeschlossenheit für Neues zu bewahren. Denn: Nichts ist gewiß. Ein glückliches Leben zu führen, ist auf vielerlei Weise möglich.

Hierzu zählt: Methoden zu entwickeln, von den possibilities Gebrauch zu machen, welche Weise ich zu wählen beabsichtige. Denn: Das Gelingen, ein glückliches Leben zu führen, besteht nicht unwesentlich in der Bedürfnisbefriedigung der goodparts, sprich meiner persönlich bevorzugten Güter. „Über das Glück – Offenheit“ weiterlesen

Über das Glück – Geld

"Mai House Resort", Phu Quoc, Vietnam

Der Müßiggang, die Einkehr bei sich, das Sammeln, das Verweilen, die Kontemplation. Mein Bemühen, das Glück, das Gelingen,  mit wenigen Worten zu beschreiben, scheitert notwendig. Das aber überrascht mich nicht wirklich.

Das Glück im Großen wie im Kleinen. Den Einen erfüllt ein bestimmter Moment mit Zufriedenheit, während einen Zweiten in ein und derselben Situation die Langeweile plagt. Ein finanzieller Zugewinn mag für den Einen die Sorgen des Alltags zunichte machen, während für einen Zweiten die gleiche Summe der finanzielle Ruin bedeutet.

Geld allein macht nicht glücklich. Das ist richtig. Meiner Theorie folgend stellt es streng genommen nur den Persönlichkeitsteil Sicherheit zufrieden. Das Geld als Zahlungsmittel trägt jedoch bei näherer Betrachtung nicht unerheblich zur Erfüllung anderer Persönlichkeitsteile bei, wie etwa die der Freiheit, Lebensfreude, Überleben, Zufriedenheit, Würde, Progression, Gesundheit, Kreativität und Schönheit. „Über das Glück – Geld“ weiterlesen

Glückstagebuch – Ziele

Norderstedt

Der Grosse Trip – Wild

Vor einigen Wochen sah ich den Film “Der Grosse Trip – Wild”. Wie viele andere Filme verstaute ich diesen in der Kategorie Großartig.

Der Film schildert den Ausstieg einer jungen Frau aus ihrem in vielen Teilen schwierig verlaufenden Leben. Sie machte einen Schnitt, indem sie auf Wanderschaft ging und die zweitausend Kilometer vom Pacific Crest Trail bezwang. Damit verwirklichte sie sich einen ihrer größten Wünsche.

Das Fazit für mich: Die verbleibende Zeit zu nutzen, meine Wünsche zu verwirklichen.

Welche Wünsche aber habe ich, mein Leben wahrhaft mit Sinn zu füllen? Welche zu realisierenden Ziele? Keine Hirngespinste, keine Traumtänzereien.

Ziele

Zunächst dachte ich auch an eine Wanderung. Fünf Tage im Harz. 15 – 20 Kilometer pro Tag. Viele Stunden im Wald, frische Luft, allein mit mir und meinen Gedanken. Wenig später fielen mir viele Reiseziele ein: Kalkutta, Varanasi, Myanmar, der Himalaya, Nepal, Japan. Natürlich die USA, Kalifornien, Kanada. Afrika: Namibia. Norwegen, Schweden, St. Petersburg, Samarkand, Australien, Neuseeland … Die Liste ist lang und wird kein Ende finden.

Zu meinem Glück war ich bereits auf Reisen. Ich habe eine Menge erlebt. Ob Europa oder Südostasien, Rom, Paris oder Lissabon … New York … Mein Bedürfnis diesbezüglich drängt mich nicht so sehr.

Welche Ziele oder Wünsche aber habe ich darüber hinaus?

Gesundheit natürlich. Für meine Familie und mich. Frieden. Harmonie. Einen guten Job. Genügend Geld. Zeit für mich. Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden. Fröhlichkeit, Gemeinsamkeit.

Wünsche ich mir denn kein großes Auto? Keine Villa? Keine Jacht oder Schmuck im Wert von einigen Millionen?

Vielleicht? Im Stillen. Ganz heimlich. – Nein! Es bleibt dabei.

Zunächst wünsche ich mir einen friedlichen, ausgeglichenen Alltag im Einklang mit mir. Unternehmungen, Ausflüge. Ich würde gerne wieder Violine in einem Orchester spielen. Fotos und Videos bearbeiten, Briefmarken sortieren oder Grußkarten in der Weihnachtszeit verschicken … Die Feiertage geniessen. Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Ins Kino gehen, am Ostseestrand in der Sonne faulenzen oder grillen. Mein Leben genießen.

Die Zeit ist knapp. Meine Wünsche gilt es gut zu sortieren.

In jungen Jahren lebte ich mit der Überzeugung, über genügend Zeit zu verfügen. Die kommenden Jahre breiteten sich lang und weit aus, als hielten sie die Zeit zur Verwirklichung meiner Wünsche schier endlos bereit. Eile war nicht geboten. Inzwischen jedoch breitet sich in mir mehr und mehr das Bewusstsein aus, dass mir die Zeit davon läuft und nicht unendlich zur Verfügung steht, dass ich Sorge dafür zu tragen habe, meine Ziele besser zu organisieren und Unnützes aus dem Alltag zu verbannen.

Nachdem ich aus Bad Tölz zurückgekehrt war, nutzte ich die darauffolgenden Tage, meinen Alltag zu entrümpeln, zu entschleunigen. Ich konzentrierte mich auf das Wesentliche: genügend Schlaf, gutes Essen, Bewegung, Arbeit. Ich kümmerte mich um Organisatorisches, badgoods, mistete aus, meine Schränke, den Keller, warf alte Kleidung in den Müll und entsorgte den Sperrmüll auf dem Recyclinghof.

Momentan bereite ich mich auf meine neue Verwendung vor, die mir inhaltlich einiges abverlangen wird. Auf private, kreative Ausflüge werde ich für eine Weile verzichten müssen. Und da für mich nicht absehbar ist, wie viel Zeit meine neue Beschäftigung in Anspruch nehmen wird, wird auch meine Arbeit an diesem Blog für eine gewisse Zeit ruhen müssen. Zu diesem Opfer aber bin ich bereit, wünsche mir jedoch zugleich, schon bald neue Beiträge verfassen zu können. Denn das Projekt, unter welchen Bedingungen ein glückliches Leben zu führen gelingt, hat bei Weitem noch nicht die Ergebnisse erzielt, die ich mir zu Beginn meiner Arbeit erhoffte.

Es bleibt also spannend. Und oftmals haben wir auch keinen wirklichen Einfluss auf den Verlauf mancher Ereignisse, würde die Unberechenbarkeit des Zufalls hierzu nicht seinen eigenen kleinen aber nicht unwesentlichen Beitrag leisten.

Geplant ist die Arbeit an diesem Blog bis Ostern. Bis dahin beabsichtige ich noch den ein oder anderen Artikel auf den Weg zu bringen. Bleibt also bis dahin dabei!

http://eudämonis.de/index.html

Norderstedt, Freitag, 23. Februar 2018