Das Glückstagebuch

 

… möchte ich etwas über den momentanen Zustand meines glücklichen Lebens erfahren, aber auch über die Güter des alltäglichen Glücks, könnte das Schreiben eines Glückstagebuchs diesen Prozess unterstützen.

Hilfreich ist ebenso das 3malige tägliche Messen der Stimmung: das Glücksbarometer.

Die Fragen: Wie geht es mir? Was hat an diesem Tag zu meinem Glück beigetragen? – könnten den Alltag begleiten.

Stimmung a. M. (am Morgen): gut – erwartungsvoll

Glücksbeitrag: Latte Macchiato – Genuss, Schreiben – ?

Frage: Welchen Anteil meiner Seele gilt es zufrieden zu stellen, indem ich schreibe?

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Über das Glück

Eine alles umfassende, das Glück in wenige Worte einschließende Einleitung gelingt mir nicht. Aus diesem Grund beginne ich mittendrin:

Momentan besteht mein Glück in dem Genuss eines Latte Macchiatos. Ich sitze in einem Café, modern, im Landhausstil eingerichtet. Mir gefällt´s. – Profan, lautet da der ein oder andere Kommentar abfällig. Ganz genau, denke ich. Das stimmt. – Materiell? Auch das. – In diesem Moment ist mir das gleichgültig. – Zufrieden lehne ich mich zurück. Ich genieße den Augenblick. Den Moment der Ruhe, den Moment meiner Einkehr, das momentane Gefühl meines Glücks, das sich in mir einstellt.

Ich wage einen Versuch: Das Glück lässt sich in unterschiedliche Kategorien einteilen: das materielle Glück, das immaterielle Glück, das politische, soziale, das spirituelle oder gesundheitliche Glück. Vergleichbar meiner Beobachtung, die die Persönlichkeit eines Menschen in unterschiedliche Merkmale unterteilt: in konservativ, progressiv, introvertiert oder extrovertiert …, verlangen verschiedene Bedürfnisse nach Befriedigung.

Materiell betrachtet freuen wir uns über ein gutes Essen, ein neues Buch oder Auto. Wir amüsieren uns über einen lustigen Kinofilm oder freuen uns über eine neue, schicke Jacke. Wir feiern, ein Gesetz zum Schutz einer Minderheit beschlossen zu haben, freuen uns aber auch darüber, einem Mitmenschen helfen zu können oder etwas zu teilen. Letztere ordne ich dem immateriellen Glücksempfinden zu.

Den moralischen Aspekt, ob dies oder das Verhalten richtig war oder falsch, gut oder schlecht, ob dies oder das wahrhaft gewollt sein kann, diese übergeordnete Sicht lasse ich zunächst außer acht. Noch sammle ich.

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