Glückstagebuch

 

Stimmung a. M.: gut – unternehmungsfreudig, erwartungsvoll.

Glücksbeitrag: Tretbootfahren an der Alster, Kaffeetrinken, in Planten un Blomen in der Sonne sitzen, indisches Essen.

Stimmung a. A. (am Abend): geht so – gereizt, erschöpft, obwohl der Tag schön und ereignisreich war.

Ohne im Einzelnen auf meine Gereiztheit eingehen zu wollen, wird schnell klar, dass ein glückliches Leben ohne unglückliche, weniger zufrieden stellende Momente nicht denkbar ist: die Barrieren, Stolpersteine, Hindernisse, die bads.

Das Glückstagebuch führt mir vor Augen, welche Beschäftigungen, Geschäftigkeit meinen Alltag begleiten. Die Verpflichtungen aber, das Abwaschen, Wäsche legen, Einkaufen oder Tanken, handelt es sich hierbei nicht um notwenige Verrichtungen, die zu einem glücklichen Leben ihren Beitrag leisten? Nach einem Arbeitstag z. B. stelle ich regelmäßig fest, dass mir für mein „Glück“ nur wenige Minuten bleiben, ich jedoch über keine Energie mehr verfüge, tätig zu werden. Die Zerstreuung, die Erholung, die ich dann benötige, handelt es sich hierbei wirklich um „das große Glück“? – Eine rhetorische Frage. – Ganz sicher handelt es sich jedoch um „ein kleines Glück“, an diesem Abend vielleicht auch um ein „großes“, folgen wir dem Versuch einer Theorie der Kategorisierung voneinander zu unterscheidender, glücklicher Momente.

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Das Glückstagebuch

 

… möchte ich etwas über den momentanen Zustand meines glücklichen Lebens erfahren, aber auch über die Güter des alltäglichen Glücks, könnte das Schreiben eines Glückstagebuchs diesen Prozess unterstützen.

Hilfreich ist ebenso das 3malige tägliche Messen der Stimmung: das Glücksbarometer.

Die Fragen: Wie geht es mir? Was hat an diesem Tag zu meinem Glück beigetragen? – könnten den Alltag begleiten.

Stimmung a. M. (am Morgen): gut – erwartungsvoll

Glücksbeitrag: Latte Macchiato – Genuss, Schreiben – ?

Frage: Welchen Anteil meiner Seele gilt es zufrieden zu stellen, indem ich schreibe?

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Über das Glück

Eine alles umfassende, das Glück in wenige Worte einschließende Einleitung gelingt mir nicht. Aus diesem Grund beginne ich mittendrin:

Momentan besteht mein Glück in dem Genuss eines Latte Macchiatos. Ich sitze in einem Café, modern, im Landhausstil eingerichtet. Mir gefällt´s. – Profan, lautet da der ein oder andere Kommentar abfällig. Ganz genau, denke ich. Das stimmt. – Materiell? Auch das. – In diesem Moment ist mir das gleichgültig. – Zufrieden lehne ich mich zurück. Ich genieße den Augenblick. Den Moment der Ruhe, den Moment meiner Einkehr, das momentane Gefühl meines Glücks, das sich in mir einstellt.

Ich wage einen Versuch: Das Glück lässt sich in unterschiedliche Kategorien einteilen: das materielle Glück, das immaterielle Glück, das politische, soziale, das spirituelle oder gesundheitliche Glück. Vergleichbar meiner Beobachtung, die die Persönlichkeit eines Menschen in unterschiedliche Merkmale unterteilt: in konservativ, progressiv, introvertiert oder extrovertiert …, verlangen verschiedene Bedürfnisse nach Befriedigung.

Materiell betrachtet freuen wir uns über ein gutes Essen, ein neues Buch oder Auto. Wir amüsieren uns über einen lustigen Kinofilm oder freuen uns über eine neue, schicke Jacke. Wir feiern, ein Gesetz zum Schutz einer Minderheit beschlossen zu haben, freuen uns aber auch darüber, einem Mitmenschen helfen zu können oder etwas zu teilen. Letztere ordne ich dem immateriellen Glücksempfinden zu.

Den moralischen Aspekt, ob dies oder das Verhalten richtig war oder falsch, gut oder schlecht, ob dies oder das wahrhaft gewollt sein kann, diese übergeordnete Sicht lasse ich zunächst außer acht. Noch sammle ich.

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