Rückkehr – der Beginn


Da bin ich wieder und frage mich: Wo ist der Beginn? An welcher Stelle könnte ich meinen Weg in meinem Blog nach über einem Jahr Unterbrechung fortsetzen? Die Antwort lautet: im Hier und Jetzt.

Stimmungsbarometer

moods: hervorragend.
goods: Familie, Heim, Arbeit, Urlaub in Sicht.
goodparts: Sicherheit, Kontakt, Lebensfreude, Würde, Progression, Lebenssinn, Zufriedenheit, Solidarität, Anerkennung, Kreativität, Selbstwert.

Fazit: Mir geht es gut.

Natürlich nicht ganz ohne Wenn und Aber. Selbstverständlich liegen einige Mühen hinter mir. Eine gewaltige Veränderung in meinem Beruf, räumlich, zeitlich wie inhaltlich. Das verursachte einiges an Arbeit. Das soll hier und jetzt aber nicht das Thema sein, zumal ich meine übrige Zeit nutzte, nach Herzenslust zu lesen, spazieren zu gehen, zu wandern, den sagenhaften Sommer im vergangenen Jahr einfach zu genießen, den Frühling, das Meer, in der Therme zu entspannen, eine schöne Weihnachtszeit zu verbringen.

Ebenso möchte ich keinen Alltagszwist thematisieren, kleinere Unwegbarkeiten, die in Vergessenheit geraten sind, sobald das Hindernis beiseite geräumt wurde und ich – die ursprüngliche Richtung einschlagend – auf den Weg zurückfinde und mir treu fortsetze.

Denn: Wichtig war für mich in den vergangenen Monaten neben meiner beruflichen Veränderung für meinen körperlichen wie seelischen Ausgleich zu sorgen, der mit der wenigen, mir zur Verfügung stehenden Zeit gut in Einklang zu bringen war. Und da ich mit der Zeitnot mehr als genügend Sachthemen zu bewältigen hatte, entschied ich, vorübergehend auf das Schreiben zu verzichten. Das Ergebnis ist eine lange Liste mit Lesetipps für meine Bücherkiste, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht abarbeiten können werde, gefolgt von einer langen Liste Fuß- bzw. Wanderwege, die mich innerhalb Hamburgs sowie im Umkreis von Norderstedt durchs Grüne führten, an der Alster entlang, durch Kleingartenvereine, Moore oder durch die Feldmark in den nahegelegenen Wald.

Als Familie verbrachten wir Pfingsten einige schöne Tage auf der Insel Borkum, im Juni einen zweiwöchigen Urlaub auf Teneriffa sowie im Herbst einige schöne Tage an der Nordsee in St. Peter-Ording. Tage, die ich für meine körperliche Regeneration nutzte. Sonne, Wasser, Strand. Ablenkung. Sport, Bewegung, genügend Schlaf, gutes Essen, viel frische Luft.

Heute schließlich melde ich mich zurück. Natürlich mit der Absicht, mich in Zukunft wieder öfter dem Schreiben zuzuwenden. Denn: Das Schreiben fehlte mir. Zu einem gewissen Teil mangelte es mir an Seelenhygiene, ein ansich fürchterlicher Begriff, der die Sache dennoch gut beschreibt, den Ton gut trifft. Denn: Schreiben reinigt die Seele. Das Schreiben bietet mir eine weitere Möglichkeit – possibility – für Ausgleich zu sorgen, für mich zu sorgen, mich zu versorgen. Denn: auf dem Weg zu einem glücklichen, gelingenden Leben sollte der gute, achtsame Umgang mit sich selbst ein steter Gefährte sein.

Schlussendlich wurde ich in den vergangenen Wochen öfter gefragt, ob ich mein Webtagebuch fortsetzen werde. Ich erhielt wunderbare Rückmeldungen, Ermunterungen, die mich bestärkten, meine Zeit wieder dem Schreiben zu widmen, zu reflektieren, zu entwickeln, ohne mit Bestimmtheit sagen zu können, auf welche Pfade mich mein Weg führen wird.

http://eudämonis.de/index.html

Norderstedt, Samstag,11. Mai 2019